3. internatinales Fussballturnier der IPA Kiel

Einen sehr allgemein gehaltenen Spielbericht könnt Ihr im IPA-Infoblatt Juli 2003 nachlesen. Auch auf dieser Homepage. Wie gesagt: Sehr allgemein gehalten. Daraum möchte ich an dieser Stelle nachbessern, auch wenn ich mit meiner Arbeit etwas spät dran bin. Mich stört besonders, dass der Spielverlauf - historisch gesehen - nicht einwandfrei wieder gegeben wurde. Außerdem kam meine Person - bekannt als eiskalter Knipser - mit keiner Silbe zur Sprache.  Es ist auch nicht erforderlich, das ganze Turnier zu beschreiben. Begnügen wir uns mit einem schicksalträchtigem Spiel...
 

Das Schweineblasentreten

Also, es begab sich zu einer Zeit, als es dem Volk in unserem Königreich mal wieder nach Abwechslung düngte. Ein Schweineblasentreten mußte her. Ein brutales Männergebaren mit uralter Tradition. Auch wenn wir Nordmänner in aller Welt als unzivilisiert und ungebildet verschrien sind, ist dieses heitere Spiel doch überall bekannt. Und so folgten denn viele, viele Fremde unserer Einladung.


The red ugly Fightingmaschine

Nun muss niemand glauben, dass wir Wikinger ein rückständiges Volk sind. Nein, wirklich! Es ist schon ziemlich lange her, dass wir Missionare gefressen haben. Und bei unserem Schweinblasentreten durften sogar Frauen mitspielen. Und das in Beinkleidern! Nicht in Röcken...
Für die weniger Kundigen muss ich erklären, dass es bei uns Wikinger Knechte, Knappen, Ritter usw. gibt. Bei den Weibern sind das dann Jungfrauen (wer dran glaubt), Mägde, Burgfräuleins und Wallküren. Und vor unserer Misssionierung waren die Mädels eher zum Krabbenpuhlen etc. da...

Irgendein schicksalträchtiger Fluch sorgte schließlich dafür, das es gleich zur Begegnung die Damenmannschaft Schleswig-Holstein gegen die Mannschaft IPA Kiel 1 kommen sollte.


Die Turnierleitung

Es kam, wie es kommen mußte! Die Mädels gaben alles und wir waren gehemmt. Oder schlecht! Oder beides! Na, jedenfalls zeigten die Damen (wer´s glaubt!) mal, dass Wikingermädels kämpfen können. Aus einem mir heute noch nicht begreiflichen Grund blieb unsere Knipserlegende (ich) vorerst an der Seitenlinie.


Unsere Mädels

Und so kam, was kommen mußte: Eine Zitterpartie. Und hier müssen wir den Unwissenden wieder einmal etwas erklären. Unsere Wikingermädchen sind genauso hart wie wir. Die können was ab. Berücksichtigt das bitte bei den nächsten Turnieren. Wir möchten nicht wieder fast gelyncht werden. Denn: Knappe André dachte so bei sich:" Was ein anständiges Wikingerweib ist, die muss auch nen Bumms abkönnen." Und ZACK pflügte er eine junge Maid in den Acker ein. Anfänglicher Jubel unsererseits schwengte schnell um, als alle anderen Mannschaften wütenden Protest anklingen ließen. Ich schäme mich ausdrücklich für meine wankelmütigen Kollegen, die sich plötzlich distanzierten!


The red ugly....

Und unser Trainer machte immer noch einen Fehler! Ein Mann stand immer noch am Rand und wartete darauf, sein Können zu entfesseln. Während sich die Recken auf dem Feld erbärmlich abrackerten, knabberte er Fingernägel. Aber dann! Denkwürdig der Moment, als ein völlig erschöpfter Krieger Richtung Seitenlinie wankte. Knecht Holli - voller Tatendrang - warf sich in die Schlacht. Schließlich gelang das Tor gegen die Mädels. Nicht weiter erwähnenswert. Es ist auch nicht mehr überliefert, welcher Nichtsnutz es geschossen hatte.


Sieger des Schweineblasentreten

Aber dann! Mit hemmungslosen, uneigennützigem, heroischen (etc., etc.) Einsatz stand Knecht Holli plötzlich vor dem Tor. Und hier scheiden sich die Geister. Die einen - böswilligen - behaupten, dass er angeschossen wurde und der Ball von dort ins Tor sprang. Die seriöse Überlieferung berichtet davon, wie Knecht Holli - katzengleich - zum Ball sprang und ihn profihaft im Netz versenkte. In der Folge konnte er sich vor Angeboten (Rudi Völler, die Königin von England) nicht retten.


BFE Lich

Beiläufig sei noch erwähnt, dass unsere Mädels, jetzt abgekämfpt und müde, gegen andere Mannschaften schlechter spielten. Wir erzielten einen guten Platz. Und ich höre gerne Cindy und Bert...


Achtet mal auf Knecht Pös Hand


Dosenbier macht schlau


ohne Worte